2
Sep
2016

Blog – Die Kamera einfach mal liegen lassen…

Ich bin gerade auf dieses Zitat aufmerksam geworden: „Ständig zu fotografieren macht dich zum Beobachter und holt dich automatisch aus dem Moment heraus“.

Klingt erst mal logisch und einfach. Dieser Satz beschreibt aber für mich einen meiner härtesten Kämpfe in der Fotografie. Hole ich die Kamera jetzt raus und mache ich ein Foto oder lasse ich es einfach sein und genieße den Moment?

Ich beobachte leider sehr oft, dass Menschen sich mit ihren Kameras in die Beobachterposition schieben und in Dieser den ganzen Tag/Abend verweilen. Oft bekommen diese Menschen gar nicht mit, welchen Zwang sie sich damit auferlegen und sei es nur der auf die Kamera aufzupassen.

Früher ging es mir sehr ähnlich, ich hatte auf Konzerten die Kamer immer im Anschlag um auch keinen Moment zu verpassen. Irgendwann wurde mir klar, dass ich keins der Konzerte wirklich erlebt hatte, sondern nur beobachtet. Heute gehe ich die Sache anders an. Viele Momente passieren auf Konzerten doppelt (z.B. der Sprung des Gitarristen vom Schlagzeug) und oft kündigen sich diese Momente auch an. Signale zu suchen und zu merken macht einem das Leben deutlich einfacher. Und wenn man einen Moment mal verpasst zu fotografieren, dann sollte man sich nicht ärgern, sondern ihn einfach genießen.

Für mich fängt die Beobachterposition schon bei der Wahl der Ausrüstung an. Muss es die große DSLR sein oder reicht auch das Handy/Compactkamera? Kann es regnen? Was kann passieren?
Nach diesen Kriterien entscheide ich, ob ich meine DSLR einpacke, die Coolpix mitnehme oder ob ich einfach alles Zuhause lasse und nur das Handy reicht.

Die Beobachterposition kann man sich auch teilen, es gibt immer Jemanden, der eine Idee für ein Bild hat oder gerade fotografieren möchte. Erklärt diesen (kurz) eure Kamera, stellt die richtigen Einstellungen ein und freut euch auf (hoffentlich) schöne Bilder.

Lasst die Kamera nicht Zuhause, sondern seid euch der Problematik bewusst und überlegt einfach vor jedem Griff zu Kamera ob ihr den Moment lieber erleben oder beobachten wollt.

Ein guter Mittelweg aus beobachten und erleben, kann eine Actioncam sein.

Bis bald!

Max

Ein ganz herzliches „Danke“ geht an Pauline Günther von PG | Photography, auf deren Seite ich das Zitat gefunden habe und deren Bild ich für den Artikel verwenden darf.
Schaut doch mal bei ihr vorbei und lasst ihr bei Gefallen ein Like da.