10
Mrz
2013

Fotografie „endschleunigen“

Unsere Kameras sollen immer schneller, weiter und besser werden, aber was ist mit uns? Werden wir auch immer kreativer, ausgefallener oder besser? Ich denke nicht. Oft verliert man einfach den Blick für bestimmte Motive oder die Kreativität. Ich hänge selber in so einem „Kreativitätsloch“, auf Konzerten gibt es viel zu sehen, aber irgendwie war alles schon mal da. Mich reizte aber schon immer die Analogefotografie, eher weniger das man auf die Bilder warten muss bevor man sie sieht, mehr das man sich mit einem Foto mehr beschäftigt. Es ist nicht nur „Bsssss, Klack, Fertig“. Die Motive werden genauer ausgesucht, es werden neue Blickwinkel probiert, der Fokus wird manuell gelegt, insgesamt ist das Arbeiten also kreativer und befriedigender. Klar, es kommen keine Meisterwerke bei raus, was aber zählt ist: Man war kreativ. Mich stört an der Analogenfotografie aber tierisch dieses Warten, Laufen und Digitalisieren. Geht das nicht auch einfacher?
Doch es geht einfacher, gerade wenn man eine Nikon, Canon oder Pentax Kamera hat, Sony/Konica-Minolta Kunden schauen hier in die Röhre.

Die Idee: Man kauft sich ein Objektiv mit manuellem Fokus und arbeiten nur in JPG oder arbeiten in Lightroom nur mit einem Preset.

Die Umsetzung an der Kamera: Bei Nikon kommt man recht günstig an alte Objektive die auch von den heutigen Kameras noch vollständig unterstützt werden. Bei Nikon sind das die E-Serie oder AI-(S) Objektive. Andere Objektive gehen auch, über diese sollte man sich aber noch mal genauer informieren. Kameras ab der D7000 unterstützen diese Objektive vollständig, die anderen Kameras bieten hier keine Belichtungsmessung an.
Canon Besitzer können hier auf eine Lösung via Adapter und Nikon F Objektive zurückgreifen und bei Pentax ist es ähnlich wie bei Nikon.
Ich habe mir ein 35mm F2.5 aus der E-Serie gekauft, Preis: 55€ incl. Versand. Es ist sicher optisch und haptisch kein Überflieger, dafür aber klein, günstig und sehr brauchbar.

Die Umsetzung am PC: Entweder man baut sich ein schönes Preset für die Kamera oder eins im Bearbeitungsprogramm seiner Wahl oder man nutzt die JPG Einstellungen in der Kamera. Ich habe mir ein Preset in LR4 gebaut.

Das Ergebnis: Ich erhalte ein sehr schönes Ergebnis für mich. Ich werde kreativer, ruhiger, konzentriere mich mehr auf das Foto und weniger auf die Kamera oder die später Bearbeitung.

Die Ergebnisse in Bildern:

Die Bilder sind anders, mal nicht in Farbe sonder in Schwarz Weiß. Ich bin mit den Bilder zufrieden, hänge wie gesagt noch in einem „Kreativitätsloch“.

wünsche euch allen noch einen schönen Abend und einen guten Start in die Woche

euer Max